Gewinner 2016

Der Verein Schule für alle e.V. unterstützt im Rahmen seines Ideenwettbewerbs Projekte, die allen Kinder oder Schülerinnen und Schüler, unabhängig von Aspekten wie Förderbedarf, ethnischem oder sozioökonomischen Hintergrund, gemeinsames Lernen ermöglichen und ihnen dazu verhelfen, ihre Potenziale zu entfalten.

 

Von den in diesem Jahr eingereichten Projekten wurden zwei ausgewählt, die nach Meinung der Jury den vorgenannten Kriterien gerecht werden: die Zirkuswoche im Jugendpark der Stadt Hennef und die Teambuildingstage der Gesamtschule Hennef-West.

 

Das Teambuilding wird an der Gesamtschule Hennef-West in den sieben 5. Klassen von den Lehrer/innen selbst in Zusammenarbeit mit den Sonder- und Sozialpädagogen der Schule geplant und an 3 aufeinander folgenden Tagen durchgeführt. Dieser Tatbestand verdient besondere Erwähnung, da Teambuildings- / Coolness-Trainings auch bei Trägern der Jugendhilfe in Auftrag gegeben und von außerschulischen Betreuer/innen durchgeführt werden können. Dass an der Gesamtschule Hennef-West Planung und Durchführung durch das schulische Team erfolgt, ermöglicht die Berücksichtigung der individuellen Interessen und Fähigkeiten der betroffenen Kinder in besonderer Weise. Die Klassenlehrer-Teams begleiten ihre Klassen durchgängig während der Projekttage und können langfristig im Schulalltag immer wieder auf die erarbeiteten Inhalte verweisen und zurückgreifen.

Alle sieben Eingangsklassen werden inklusiv unterrichtet, d.h. Flüchtlingskinder, sowie Schüler und Schülerinnen mit den Förderschwerpunkten Lernen, Sprache, Sehen sowie Emotionale und soziale Entwicklung gehören selbstverständlich mit dazu. Die Projekttage stehen unter dem Motto „Am liebsten mag ich B uNt - Gemeinsam stark!“ und dienen in erster Linie der Stärkung der Klassengemeinschaft.  Grundvoraussetzung für eine gelingende Gemeinschaft ist das Erkennen, Wertschätzen und Akzeptieren der individuellen Stärken und Schwächen des Einzelnen. Dies soll vor allem durch einen Besuch im Kletterwald Hennef trainiert werden: Ruhig bleiben, wenn der Vordermann mal etwas länger ausharrt und den Weg versperrt. Sich gegenseitig anfeuern, aufmuntern und unterstützen, um (gemeinsame) Ängste zu überwinden. Gemeinsam etwas wagen, auf den Anderen vertrauen. Sich gegenseitig loben, wenn jemand sein individuelles Ziel erreicht hat. Eigene Grenzerfahrungen machen, Einzelleistungen honorieren und Individualität anerkennen sowie Vielfalt schätzen lernen. In einer anschließenden Reflexionsphase soll diese Aussage mithilfe der Erfahrungen aus dem Kletterwald reflektiert werden und ein Transfer zum Alltag der Schüler angeleitet werden. Außerdem finden an den anderen Tagen Übungen zum sozialen Miteinander statt: An handlungsorientierten Stationen werden die Schüler/innen mit kniffligen Aufgaben (kognitiv und physisch) konfrontiert. Sie erleben, dass man mit Kooperation und durch das Nutzen der unterschiedlichen Stärken besser zum Ziel kommt. Hierbei soll der soziale Umgang miteinander und damit verbunden das Erreichen des Gemeinschaftsziels bei den einzelnen Kooperationsspielen im Vordergrund stehen und nach jeder Station reflektiert werden.

 

Gemeinsam mit dem Kölner Spielezirkus soll es in der 6. Sommerferienwoche ein Ferienangebot für alle Kinder und Jugendlichen im Jugendpark geben. 6-16 Jährige haben Gelegenheit 5 Tage lang von 9 bis 16 Uhr gemeinsam Neues zu lernen und dabei viel Spaß zu haben. Der Kölner Spielezirkus hat im Gepäck erfahrene Zirkuspädagogen und eine Methode mit, die es allen Kindern und Jugendlichen erlaubt sich mit ihren individuellen Fähigkeiten und Stärken einzubringen. Sie bringen auch ein echtes Zirkuszelt und ganz viel spannendes Material mit, welches zum Ausprobieren anregt. Die pädagogischen Fachkräfte des Amtes für Kinder, Jugend und Familie, sowie zusätzliche Jungbetreuer bilden gemeinsam mit den Zirkuspädagogen ein multiprofessionelles Team auf Zeit. Sie werden die Teilnehmer/innen in dieser Woche begleiten, unterstützen und ihnen den Rahmen geben, um selbstständig neue Erfahrungen zu sammeln. Der Jugendpark Hennef ist als Einrichtung der offenen Jugendarbeit niedrigschwellig (also auch kostenfrei) und offen für alle Kinder und Jugendlichen, jeder ist willkommen. Das gilt auch für die geplante Ferienwoche, die in diesem Rahmen zum ersten Mal stattfinden wird. Durch gute Kooperationen und eine entsprechende Haltung soll es gelingen, die verschiedenen Zielgruppen gleichermaßen anzusprechen, zu erreichen und in der Woche eine bedarfsgerechte Begleitung für jedes Kind zu bieten.
Gezielt angesprochen werden neu zugezogene Familien mit Fluchthintergrund, Familien die im Rahmen der Hilfen zur Erziehung betreut werden und Nutzer/innen der offenen Jugendarbeit. Damit auch Familien mit Kindern mit Behinderung erreicht werden, wird die Familienbildungsstätte Rhein-Sieg der Lebenshilfe NRW in ihren Kreisen das Angebot bewerben und auch direkt Familien aus Hennef ansprechen. Über die FABI Rhein Sieg können bei Bedarf auch persönliche Assistenzkräfte engagiert werden.

Finanzen...

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Lucia Schneider-Hilse 0178 - 40 888 21

Gesamtschule Hennef-West

 

 

Jugendpark Hennef

Feierstunde am 18.08.2016

Die Verleihung der Preise findet am 18. August 2016 in den Räumen des Vereins Neues Leben e.V. in Hennef statt.

 

Berichterstattung folgt in Kürze

Rhein-Sieg-Rundschau: Verein Schule für alle präsentierte Empfänger  von Fördermitteln

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