1. März 2012 - Informationsveranstaltung Inklusion in Hennef

Datum: 01. März 2012

Uhrzeit: 19:00 Uhr

Ort: Städtisches Gymnasium Hennef


Städtisches Gymnasium Hennef

Fritz-Jacobi-Straße 18

Hennef

Zu dem Thema „Inklusion“ findet am 1. März um 19 Uhr eine Informationsveranstaltung und Podiumsdiskussion der Stadt Hennef in Zusammenarbeit mit der Stadtschulpflegschaft unter Schirmherrschaft von Bürgermeister Klaus Pipke im Pädagogischen Zentrum des Gymnasiums Hennef, Fritz-Jacobi-Straße 18 statt. Eingeladen sind alle interessierten Eltern.

 

Es informieren und diskutieren

  • „Was ist Inklusion?“ – Raimund Patt, Entwicklungsbüro Bildung schulhorizonte
  • Inklusion im praktischen Schulalltag einer Grundschule – Elisabeth Schmies, GGS Wolperath
  • Gemeinsames Lernen an der Regenbogenschule Happerschoß – Ingrid Henning, GGS Happerschoß
  • Unterstützungen des Landschaftsverbandes Rheinland – Inklusionspauschale –Landesrat Michael Mertens, LVR
  • Unterstützungsleistungen des Sozialhilfeträgers – Stefan Liermann und Stephanie Barth, Kreissozialamt
  • Inklusion aus Sicht des Schulträgers – Stefan Hanraths, Stadt Hennef
  • Inklusion aus Sicht des Schulamtes für den Rhein-Sieg-Kreis – Birgit Kreitz-Henn, Schulamtsdirektorin, Schulaufsicht Förderschulen

Moderiert wird die Veranstaltung von Dominique Müller-Grote, Abteilungsleiter Kulturentwicklung, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit (Stadt Hennef)

 

 

"Handlungsleitfaden Inklusion" im 1. Quartal 2012

Die Stadtverwaltung Hennef arbeitet zur Zeit einen Handlungsleitfaden Inklusion aus. In der nächsten Sitzung der Steuerungsgruppe Inklusion wird dieser Entwurf beraten, um dann dem Jugendhilfeausschuss bwz. dem Schulausschuss zur abschließenden Entscheidung vorgelegt werden zu können.

 

 

Die "Schulische Inklusion" muss weiterentwickelt werden. Neben dem Jugendhilfeausschuss, dem Schulausschuss und der Arbeitsgemeinschaft Jugendhilfe und Schule wird sich der Verein Schule für alle e.V. weiter dafür stark machen, dass Inklusion als Thema in Hennef präsent bleibt.

 

Es gibt noch viele offene Fragen, nicht zuletzt der Vorwurf, dass mit Inklusion Einsparungen umgesetzt werden sollen. Aber: Gemeinsamer Unterricht ist kein Sparmodell! - Inklusion erst recht nicht!

 

 

 

es geht voran...

08.10.2011 ... es geht voran: Die Stadtverwaltung Hennef wird noch in diesem Jahr eine Vorlage erstellen, die die weitere Vorgehensweise hin zur inklusiven Bildungslandschaft Hennef beinhalten wird.

 

Der Schulentwicklungsplan mit dem Leitziel der Inklusion ist für Mitte 2012 geplant.

 

Diese beiden konkreten Schritte konnte Lucia Schneider, Vorsitzende des Schule für alle e.V., den Teilnehmer/innen der Tagung in Bielefeld übermitteln.

 

In Bielefeld bemühen sich derzeit ebenfalls viele Menschen darum, den Gedanken der Inklusion umzusetzen. Ein Inklusionsplan wird gefordert. Wie genau ein gemeinsames Handeln aussehen könnte, darum ging es in der Tagung der Bielefelder Initiative Eine Schule für alle:

 

Bielefeld packt es an: Eine Schule für alle! Inklusion verwirklichen.

 

Am Vormittag gab es Referate über "gelingende Schulen" (Laborschule Bielefeld und Schulen in Bethel), Informationen zu den landespolitischen Rahmenbedingungen (Christoph Höfer, Bezirksregierung Detmold) und eine Darstellung zum Projekt des kommunalen Indexes für Inklusion durch die Montag Stiftung.

 

Nachmittags trafen sich die Teilnehmer in unterschiedlichen Workshops, um konkrete Schritte anzudenken.

 

Der Workshop "Kommunaler Index für Inklusion in der Praxis am Beispiel der Stadt Hennef" sollte die Entwicklung in Hennef zeigen. Hier kennen inzwischen viele Menschen den Begriff Inkusion und gerade die Schulen haben erkannt, dass ein Umdenken von ihnen gefordert wird.

Der Vortrag zeigte, dass es notwendig ist, alle Betroffenen am Entwicklungsprozess zu beteiligen: Ideen müssen reifen können. Verbündete müssen geworben werden. Am Ende muss jedoch für alle klar erkennbar sein, dass inklusive Bildung ein Menschenrecht ist, das umzusetzen ist.

 

 

28. September 2011 - "Auf dem Weg zur Inklusion"

 

Es kommt auf den Blickwinkel an

Von Ralf Rohrmoser-von Glasow, 18.10.11, 11:02h

Die Stadt Hennef will das Miteinander von Menschen mit und ohne Handicaps vorantreiben und hat deshalb mit Wilfried Steinert, ehemaliger Leiter der Waldhofschule in Templin, einen Experten zum Thema eingeladen. Lesen Sie weiter...

 

„Auf dem Weg zur Inklusion" heißt die Informationsveranstaltung am 28. September, zu der Bürgermeister Klaus Pipke und der Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses Bernhard Schmitz einladen. Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr im Pädagogischen Zentrum des Gymnasiums Hennef (Fritz-Jacobi-Straße 18). Thema des Abends sind die Inhalte, Wege und Ziele der Inklusion in Hennef.

 

Hauptreferent ist Wilfried W. Steinert, ein „Vorkämpfer“ der Inklusion und ehemaliger Schulleiter der Waldhofschule Templin, die Schulpreisträger des Jahres 2010 ist. Über die aktuelle Entwicklung in Hennef wird der erste Beigeordnete der Stadt, Stefan Hanraths, informieren. Im Anschluss an die Beiträge ist eine ausführliche Diskussion vorgesehen.

 

Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind herzlich willkommen!

 

28.06.2011 Alle Hennefer Schulen unterzeichnen Bildungsvereinbarung

"Alle Aktivitäten stehen unter dem Gedankengang der Inklusion und der anzustrebenden inklusiven Beschulung in der Stadt Hennef."

 

So steht es in der Bildungsvereinbarung zu lesen, die heute, am 28. Juni 2011, von allen Schulen in Hennef unterzeichnet worden ist.

 

Ein Meilenstein in der Entwicklung der Schullandschaft Hennefs, wenn die aufgestellten Vereinbarungen tatsächlich mit Leben gefüllt werden.

 

Hier einige wichtige Zitate aus der Bildungsvereinbarung:

"Der Leitgedanke der schulischen Inklusion wird bei den Bemühungen zum weiteren Ausbau des Hennefer Bildungsnetzwerkes berücksichtigt."

"Die Beteiligten verpflichten sich, an der Verbesserung der Qualität schulischer Arbeit und insbesondere des Unterrichts unter dem Leitgedanken der Inklusion gemeinsam zu arbeiten."

Im Zentrum der Zusammenarbeit steht deshalb

a) die Verbesserung der Qualität schulischer Arbeit und insbesondere des Unterrichts unter dem Leitgedanken der Inklusion,

b) die Vermeidung von Brüchen in der Bildungsbiographie

(...)

d) die aktive Begleitung und Umsetzung eines „Masterplanes Inklusion“ im Rahmen des Artikels 24 der UN-Behindertenrechtskonvention in Abstimmung und unter aktiver Gestaltung dieser Aufgabe mit der „Steuerungsgruppe Inklusion“ der Stadt Hennef.

 

 

Baustein im Masterplan Inklusion

 

Neben der Bedeutung, die die Bildungsvereinbarung für die Zukunft des Hennefer Bildungsnetzwerkes hat, ist sie auch ein weiterer, wichtiger Baustein im Masterplan Inklusion, im Rahmen dessen der Verein „Schule für alle“ e.V., der Stadtsportverband Hennef, der „Verein betreute Schulen“ e.V., und die Stadt Hennef im Dezember 2010 eine Kooperation mit dem Ziel geschlossen hatten, Inklusion als zentrales Leitbild der Bildungslandschaft Hennef und darüber hinaus in allen Lebensbereichen in Hennef zu etablieren.

 

 

20. Mai 2011 Überregionale Vernetzungsveranstaltung in Köln

Schulen werden verpflichtet, den Inklusionsprozess aktiv zu unterstützen.

 

Mit dieser Ankündigung sind die Vertreter der Steuerungsgruppe Hennef nach Köln gegangen. Im Rahmen eines Inklusionsplanes sollen nötige Festschreibungen ausgearbeitet werden.

7 Monate nach Unterzeichnung des Kooperationsvertrags trafen die Vertreter der Hennefer Steuerungsgruppe auf Menschen aus ganz Deutschland und darüber hinaus. Ihnen allen war gemeinsam, dass sie aus Pilotkommunen kommen, die vor Ort die Entwicklung im Sinne der Inklusion vorantreiben wollen.

 

Voneinander lernen, miteinander vernetzen. Mit dieser Zielsetzung trafen sich all diese Menschen in den Kölner Räumlichkeiten der Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft. Rund 45 Vertreter der Pilotkommunen des Projektes „Kommunaler Index für Inklusion“ sowie assoziierte Organisationen und Hochschulen kamen zum Austausch.

Neben Prof. Dr. Andreas Hinz von der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, einem der Pioniere der Inklusionsbewegung im deutschsprachigen Raum, sowie Vertretern des Pädagogisch-theologischen Instituts der Evangelischen Kirche im Rheinland (PTI), dem Landschaftsverband Rheinland (LVR) und dem Kompetenzteam Köln nahmen vor allem Vertreter und Prozessbegleiter aus den Pilotgemeinden sowie interessierten Städten teil. Hierzu zählen Neunkirchen-Seelscheid, Hennef, Bonn-Beuel, Wiener Neudorf (AT), Lindau/SH, Reutlingen/Ludwigsburg, Osterholz-Scharmbeck sowie Eitorf, Bornheim, Bremen und Lüneburg.

Barbara Brokamp, Dr. Karl-Heinz Imhäuser und Wiebke Lawrenz begrüßten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer vonseiten der Stiftung und führten im Wechsel mit Gastrednern in die Tagung ein. Mal auf amüsante Weise, mal theoretisch, immer jedoch inspirierend gelang es, die Brücke zum Hauptteil der Vernetzungstagung, dem Worldcafé, zu schlagen. (weiterlesen und Bilder anschauen unter Montag Stiftungen)

 

 

26.02.2011 Arbeitstagung legt die nächsten Schritte fest

 

„Inklusion steht mit Großbuchstaben auf der Tagesordnung“

 Arbeitstagung legt die nächsten Schritte fest

 

(dmg) „Das Thema Inklusion steht mit Großbuchstaben auf der Tagesordnung“, so Bürgermeister Klaus Pipke. Den ersten Schritt hatte im Sommer 2010 die Arbeitsgemeinschaft Jugendhilfe und Schule auf Bitten des Jugendhilfeausschusses gemacht: Hier war das Thema auf Antrag des Vereins Schule für alle e.V. regelmäßig besprochen worden.

 In einem zweiten Schritt Ende 2010 hatte die Stadt Hennef, der Verein „Schule für alle“ e.V., der Stadtsportverband Hennef und der „Verein betreute Schulen“ e.V. mit der „Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft“ eine Kooperation mit dem Ziel geschlossen, Inklusion als zentrales Leitbild der Bildungslandschaft Hennef und schließlich als Leitbild in alle Lebensbereiche in Hennef zu integrieren. Auf einer Arbeitstagung mit 70 Fachleuten aus Bildung, Sport und Stadtverwaltung am 26. Februar wurden diese Gedanken nun weiter entwickelt und vertieft.

 

Rund 70 Fachleute aus Schulen, dem Stadtsportverband, der Stadtschulpflegschaft und der Stadtverwaltung waren in der Hennefer Gesamtschule zusammengekommen und diskutierten, wie die Themen Integration und Inklusion in der Stadt Hennef weiter vorangetrieben werden kann. Am Ende stand eine Absichtserklärung zum weiteren Ausbau der Inklusion. Darin verpflichten sich alle Beteiligten, die nächsten Arbeitsschritte auf dem Weg zu einer inklusiven Bildungslandschaft gemeinsam zu vereinbaren und Strukturen zu schaffen, die eine gegenseitige Information und einen gegenseitigen Austausch ermöglichen. Die Stadt wird das Thema Inklusion in der kommenden Schulentwicklungsplanung bearbeitet.

Dies entspricht auch einem Bürgerantrag des Vereins „Schule für alle“, den der Verein zur Arbeitstagung vorlegte. Darin bittet er die Stadt zu prüfen, „welche Voraussetzungen erfüllt werden müssen, damit Gemeinsamer Unterricht an den Grundschulen Hennefs bzw. Gemeinsamer Unterricht und Integrative Lerngruppen an den weiterführenden Schulen Hennefs eingerichtet werden“ können.

Bernhard Schmitz, Vorsitzender des Jugendhilfeausschusses, reichte anlässlich der Arbeitstagung bei der Stadt den Antrag ein, „einen kommunalen Inklusionsplan als Teil der örtlichen Schul- und Jugendhilfeplanentwicklung zu erstellen.“ Die Anträge werden bei den nächsten Sitzungen des Schulausschusses und des Jugendhilfeausschusses behandelt. Im Vorfeld wird die Stadt konkrete Gespräche mit den Schulen führen, um festzulegen, wie sich ein Ausbau der integrativen Beschulung in der Stadt Hennef sicherstellen lässt.

 

Pipke: „Inklusion ist der richtige Weg“

 „Ich freue mich“, so Bürgermeister Klaus Pipke, „dass wir bei diesem wichtigen Thema innerhalb weniger Monate so deutliche Fortschritte gemacht haben. Sowohl menschlich wie auch bildungspolitisch müssen wir alles dafür tun, dass jeder Mensch die Möglichkeit hat, seine Potenziale optimal auszuschöpfen. Inklusion ist der richtige Weg.“

 

Schneider: „Hennef wird bald Modellcharakter haben“

 Die Vorsitzende des Vereins „Schule für alle“ e.V. Lucia Schneider, eine der Triebfedern des Themas Inklusion in Hennef, betont dies ebenfalls: „Ich bin zuversichtlich, dass die Stadt Hennef in Sachen Inklusion schon sehr bald Modellcharakter einnehmen wird. Viele Menschen arbeiten hier inzwischen aus Überzeugung gemeinsam an diesem Thema.“

 

Integrationsquote an den Hennefer Schulen 26 Prozent

 Zurzeit beträgt die Integrationsquote an den Hennefer Schulen 26 Prozent und liegt damit sechs Prozent über der Integrationsquote im Rhein-Sieg-Kreis. 76 Kinder werden in Hennef integrativ beschult, für weitere 215 Schülerinnen und Schüler ist eine Förderung an den jeweiligen Förderschulen der Stadt, des Kreises, des Landschaftsverbandes und von privaten Trägern erforderlich.

Deutlich wurde in der Arbeitstagung auch, dass die Vertreter der anwesenden Förderschulen den allgemeinbildenden Schulen mit fachlicher Unterstützung bei der Frage der Inklusion zur Verfügung stehen. Mittelfristig sollen Förderkonferenzen helfen, eine am Kindeswohl ausgerichtete Entscheidung für die Schullaufbahn eines Kindes in einer allgemeinbildende Schule oder einer Förderschule zu treffen. Mit am Tisch sitzen dann Vertreter der Schulen, Lehrer des Kindes, die Eltern, Sonderpädagogen, Vertreter des Jugendamtes und – sofern vorhanden – Therapeuten des Kindes. Dabei wird es im Kern um die Frage gehen, welche Unterstützung ein Kind braucht, damit es erfolgreich an einer allgemeinen Schule beschult und gefördert werden kann, und welche Voraussetzungen Lehrkräfte, pädagogische Fachkräfte und Eltern brauchen, um diesen Erfolg sicherzustellen.

 

Handbuch „Kommunaler Index für Inklusion“

 Erfahrungen und Ergebnisse aus der Zusammenarbeit werden entsprechend der im Dezember 2010 geschlossenen Kooperationsvereinbarung Grundlage für ein von der „Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft“ angeregtes Handbuch „Kommunaler Index für Inklusion“ sein. Das Handbuch soll anderen interessierten Kommunen als Beispiel dienen, wie inklusive Entwicklungen initiiert und vorangebracht werden können. Die Stadt Hennef ist Pilotkommune für dieses Projekt.

 

 

26.02.2011 Kommunaler Index lädt Schulen ein

"Auf dem Weg zur inklusiven Bildungslandschaft Hennef"

 

So ist die Arbeitstagung am 26. Februar 2011 überschrieben.

Im Laufe dieses Tages werden sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in der Gesamtschule Hennef darüber austauschen, worum es inhaltlich eingentlich geht: UN-Konvention,  Integration und Inklusion sollen als Begriffe geklärt werden, die aktuellen Entwicklungen im Lande sollen dargestellt werden und die Beteiligten am Prozess der Inklusion in Schule sollen miteinander ins Gespräch kommen.

Eingeladen sind Vertreterinnen und Vertreter der Hennefer Grund- und weiterführenden Schulen und deren OGS-Leitungen. Darüber hinaus die Elternschaft über ihr Organ der Stadtpflegschaft, die Vorsitzenden der AG Jugendhilfe und Schule und der AG der freien Träger.

Als Mitglieder der Steuerungsgruppe werden Vertreter der Vereine Schule für alle e.V., StadtsportVerband und Betreute Schulen e.V. anwesend sein.

 

Der Bürgermeister der Stadt Hennef, Klaus Pipke, wird die Begrüßung vornehmen. Claus Weidinger, Schulrat des Rhein-Sieg-Kreises, wird aktuelle Zahlen zu Gemeinsamem Unterricht, AOSFs, Integrativen Lerngruppen und ähnlichem präsentieren. Durch den Tag führt Raimund Patt, Schulhorizonte, der im Rahmen der Kooperationsvereinbarung mit der Montag Stiftung die Moderation des Kommunalen Indexes in Hennef übernommen hat.

 

Wir freuen uns auf die konstruktive Arbeit an diesem Tag!

 

14.12.2010 Hennef startet Inklusionsprozess

Kooperation: Inklusion als zentrales Leitbild

14.12.2010, Hennef: Alle Menschen als Teil der Gemeinschaft zu achten – das ist der Grundgedanke der Inklusion.

In der Pädagogik bezeichnet Inklusion die gemeinsame Erziehung und den gemeinsamen Unterricht von allen Kindern. Inklusion als zentrales Leitbild der Bildungslandschaft Hennef und darüber hinaus in allen Lebensbereichen in Hennef – das sind zwei der Ziele einer Kooperationsvereinbarung zwischen dem Verein „Schule für alle“ e.V., dem Stadtsportverband Hennef, dem „Verein betreute Schulen“ e.V., und der Stadt Hennef auf der einen und der „Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft“ (MJG) auf der anderen Seite.

 

Stadt Hennef ist Pilotkommune

Bürgermeister Klaus Pipke begrüßt die Kooperation: „Die gemeinsame Erziehung von Menschen mit und ohne Behinderung ist nicht nur ein Ziel der UN-Behindertenrechtskonvention, sondern die Zukunft der Bildung. Den Gedanken der Inklusion auf alle Lebensbereiche anzuwenden, ist die konsequente Weiterentwicklung dieses Gedankens. Ich freue mich, das wir in Hennef dabei eine Art Vorreiter sein dürfen, und bin gespannt auf die Ergebnisse dieser beispielhaften Kooperation.“

Die Kooperationspartner haben am 14.12.2010 eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnet.

Ziele, Entwicklungsvorhaben und Arbeitsschwerpunkte


Mit der Kooperationsvereinbarung setzen sich die Partner für folgende Ziele ein:

  • Inklusion als zentrales Leitbild der „Bildungslandschaft Hennef“ beginnend im Bereich Jugendhilfe, Schule und Sport.
  • Inklusive Bildungsberatungs- und Betreuungsangebote in den Einrichtungen der Jugendhilfe und Schule.
  • Einbindung der Kinder und Jugendlichen in die Entwicklung des kommunalen Index.
  • Einbindung des Inklusionsgedankens in bestehende Netzwerke, wie zum Beispiel „Kinder brauchen unseren Schutz“, „Pakt für den Sport“, „Partner für Kinder“, „Klimabündnis für Kinder, Jugendliche und Familien in Hennef".
  • Aufbau eines kommunalen Netzwerks Inklusion in Hennef.
  • Übetragung der Idee der inklusiven Entwicklung in alle Lebensbereiche in Hennef im Sinne eines „Klimas“.


Folgende konkreten Entwicklungsvorhaben und Arbeitsschwerpunkte sind geplant:

  • Organisation und Einrichtung einer federführenden „Hennefer Steuerungsgruppe“ Inklusion.
  • Einbindung weiterer Interessenten und handelnder Personen aus dem öffentlichen Leben, insbesondere der Arbeitsgemeinschaft „Jugendhilfe und Schule“ sowie der Arbeitsgemeinschaft der freien Träger der Jugendhilfe.
  • Durchführung einer Eröffnungsveranstaltung in Form einer Zukunftswerkstatt federführend durch die Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft.
  • Organisation einer Partizipationswerkstatt für und mit Kindern und Jugendlichen.
  • regelmäßige Information der zuständigen Ausschüsse und des Rats der Stadt Hennef über den Stand der Dinge.


Kommunaler Index für Inklusion


Der „Index für Inklusion“ ist ein Fragenkatalog, der ursprünglich für Schulen und Kindertagesstätten entwickelt wurde. Er besteht aus über 500 Fragen, die dabei helfen, eine Einrichtung auf Aspekte wie Teilhabe und Vielfalt bzw. Ausgrenzung und Diskriminierung zu überprüfen. Die Fragen regen den inneren Dialog an und helfen bei der Planung und Umsetzung inklusiver Werte. Der „Index für Inklusion“ wurde von den britischen Pädagogen Mel Ainscow und Tony Booth entwickelt und wird inzwischen international erfolgreich eingesetzt.

Die Idee, den Index für Schulen auf die Arbeit im Gemeinwesen anzuwenden, kommt aus dem britischen Suffolk: Dort haben Vincent McDonald und Debbie Olley ein Handbuch „Aspiring to Inclusion“ entwickelt, um inklusives Handeln in allen kommunalen Bereichen umzusetzen. Diese Initiative greift die Montag-Stiftung nun für den deutschsprachigen Raum auf. Sie will damit die verschiedenen Mitglieder der Kommunen wie freie und gemeinnützige Organisationen, Verbände, Vereine, Zivilgesellschaftliche Organisationen und Kirchen, aber auch Bildungseinrichtungen, Unternehmen und Einrichtungen der kommunalen Selbstverwaltung unterstützen, unter aktiver Beteiligung aller Interessensgruppen inklusives Denken und Handeln anzustreben und sich an der gemeinsamen Leitidee Inklusion zu orientieren. (Quelle und weitere Informationen unter www.montag-stiftungen.com/kommunenundinklusion-hintergrund)

Eckpunktepapier

Allgemeines

Das Eckpunktepapier entstand in einer Arbeitsgruppe bestehend aus Lehrer/innen aller Schulen Hennefs unter Einbindung der örtlichen Jugendhilfe, der Familienberatungsstelle und des Schulträgers.

 

Gemeinsam

... vor der Gründung

Es ist die Basis, auf der die zukünftigen Mitglieder der neuen Schule weiterarbeiten werden: Hierzu sind gemäß Vorwort neben den zukünftigen Lehrer/innen ausdrücklich auch die Eltern und Schüler/innen eingeladen - und das bereits in Vorbereitung auf die Gründung, um den Start der Schule gemeinsam vorbereiten zu können.

 

... und auch während der Schulzeit

Die Gesamtschule wird eine Schule für alle Kinder für die Klassenstufen 5 bis 13. Ohne Aufteilung soll gemeinsam gelernt werden. Als Ziele werden genannt: ganzheitliche Persönlichkeitsentwicklung, soziales Engagement, leistungsgemäße Differenzierung, Angebote und Schwerpunktbildung

 

 

 

 

 

01.03.2012 - Inklusion in Hennef

In Abstimmung mit der Stadtschulpflegschaft und dem Verein Schule für alle e.V. hatte die Stadt alle interessierten Hennefer Eltern zum Informationsabend eingeladen:

 

Berichterstattung GA

Berichterstattung KStA

 

 

 

14.12.2010 Unterzeichnung der Vereinbarung


hinten:

Dr. Hedi Ros-Schumacher, Vorsitzende des Ausschusses für Schulen,
Jonny Hoffmann, Leiter des Jugendamtes,
Bernhard Schmitz, Vorsitzender des Jugendhilfeausschusses,
Stefan Hanraths, 1. Beigeordneter der Stadt Hennef,
Britta Busch, Betreute Schulen e.V.

 

vorne:
Wiebke Lawrenz, Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft,
Lucia Schneider, Schule für alle e.V.,
Günter Kretschmann, StadtSportVerband e.V.

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