Regenbogenschule Happerschoss und Grundschule Harmonie: zwei Schulen, die alle Kinder willkommen heißen!

Es hat sich wieder einmal gezeigt, dass es nicht nur eine Möglichkeit gibt, wie Gemeinsamer Unterricht gelingen kann. Die Regenbogenschule in Happerschoß, Hennef, und die Grundschule Harmonie in Eitorf verfolgen unterschiedliche pädagogische Konzepte. Und dennoch haben sie eine große Gemeinsamkeit: Sie heißen alle Kinder willkommen, egal ob sie behindert sind oder nicht.

Diese Einstellung hat der Grundschule Harmonie bereits mehrere Preise eingebracht: 2006 erfolgte die Nomierung für den Deutschen Schulpreis, 2007 erhielt das Team um Walter Hövel das Gütesiegel Individuelle Förderung, und 2008 wurde die "Harmonie" als Europaschule ratifiziert. Doch viel wichtiger als diese Auszeichnungen sind dem charismatischen Schulleiter und seinem Kollegium die Begeisterung und Freude bei der Arbeit mit den Kindern: "Die Kinder sind einfach klasse!".

Genau diese Grundhaltung teilen Walter Hövel und Ingrid Henning. 

Als Schulleiterin der Happerschoßer Grundschule hat Frau Henning vor inzwischen mehr als 10 Jahren den Gemeinsamen Unterricht für ihre Schule erwirkt. Nicht immer war die Entwicklung einfach. Neben der Arbeit mit den Kindern musste das Kollegium auch Ängsten von Eltern begegnen und Fragen und Unsicherheiten aufarbeiten. Inzwischen sehen viele Hennefer Familien in der Regenbogenschule eine große Chance für ihr Kind. "Wie viele verzweifelte Eltern musste ich schon wegschicken, weil ich einfach keine freien Plätze mehr hatte!" Die Regenbogenschule ist die einzige Grundschule in Hennef, die ca. 10 Integrationsplätze bereithält. Das Angebot reicht jedoch lange nicht für die 45.000-Einwohner-Stadt. Kinder, die in der Regenbogenschule keinen Platz bekommen, gehen an die unterschiedlichen Förderschulen im Umkreis und müssen dafür zum Teil lange Fahrtstrecken und lange Schultage in Kauf nehmen. Zur Zeit wird beraten, ob noch weitere Schulen in Hennef bereit sind, den Gemeinsamen Unterricht / Integrative Lerngruppen anzubieten. Die zuständige Schulaufsichtsbehörde hat die dazu notwendige Unterstützung zugesagt.

Die beharrliche Arbeit der Regenbogenschule hat sich schon immer gelohnt. Doch nun wird es amtlich: Im Februar diesen Jahres hat sich das Kollegium um Ingrid Henning für den Jakob-Muth-Preis für inklusive Schulen beworben. Die Bertelsmann Stiftung ist davon überzeugt, dass von einer guten inklusiven Schule alle Kinder profitieren: Sie werden individuell gefördert, erlernen soziale Kompetenzen und den natürlicher Umgang mit menschlicher Vielfalt. Solche Schule verdienen, als Vorbilder für andere herausgehoben zu werden.

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